Gerade für mittelständische Unternehmen ist das Factoring eine gute Möglichkeit, um das Risiko des Zahlungsausfalles zu minimieren. Wir wollen die wichtigsten Fragen zu diesem Thema erläutern:
Was ist Factoring?
Unter “Factoring” versteht man den Verkauf von Kundenforderungen. Das bedeutet, dass ein Dritter – in der Regel eine Factoringbank – die Ausgangsrechnungen vorfinanziert. Auch obliegt es der Factoringbank oder dem Vertragspartner, sich um die rechtzeitige Bezahlung der Forderungen zu kümmern und dieses im schlimmsten Fall auch gerichtlich einbringlich zu machen. Die Kunden werden darüber informiert, dass alle Zahlungen an den Factor zu leisten sind.
Wie hoch sind die Kosten, wenn man Factoring in Anspruch nimmt?
Der Factor erhält für seine Dienstleistung eine Provision, die in der Regel ein bestimmter Prozentsatz des Umsatzes ist. Zusätzlich dazu behält er zehn bis fünfzehn Prozent der Forderungen ein, um bei allfälligen Mängelrügen Gewährleistungsansprüche abdecken zu können.
Was sind die Vorteile für mittelständische Unternehmen?
Forderungsausfall
Durch den Verkauf der Forderungen ist das Unternehmen zu 100 % vor dem Forderungsausfall geschützt.
Debitorenmanagement
Auf Wunsch übernimmt der Factor das komplette Debitorenmanagement. Dadurch spart das Unternehmen Zeit und Kosten, Personalressourcen werden geschont und können an anderer Stelle eingesetzt werden.
Zahlungsziel
Dem Unternehmen ist es möglich, seinen Kunden ein größeres Zahlungsziel einzuräumen. Dadurch kann er sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.
Handlungsspielraum
Da der Factor die Forderungen prompt überweist, gewinnt das Unternehmen sowohl finanziellen als auch zeitlichen Handlungsspielraum.
Skonti
Durch die Liquidität ist es möglich, Rechnungen innerhalb der Skontofrist zu bezahlen und dadurch zu sparen.
Insgesamt wird also die finanzielle Position durch das Factoring wesentlich gestärkt. Auch wird die Bilanzstruktur verbessert, da die Zahl der offenen Verbindlichkeiten verschwindend gering ist. Dadurch verbessert sich die Eigenkapitalquote in der Bilanz, was für Verhandlungen mit Banken oder Investoren ein wesentlicher Punkt ist. So steht dem Wachstum des mittelständischen Unternehmens nichts mehr im Wege!”
