Für Selbständige ist manchmal ein Kredit erforderlich. Sei es ein Baukredit, ein Kredit für eine besondere Anschaffung oder ein Modernisierungskredit. Auch für Investitionen in das Unternehmen kann ein Kredit für Selbständige erforderlich werden. Ein Kredit für Selbständige bietet Vorteile, so kann man damit Steuern sparen. Es ist jedoch nicht immer einfach, einen Kredit für Selbstständige zu bekommen. Wenn Selbstständige eine Kreditanfrage stellen, verlangen die Banken bestimmte Sicherheiten. Bei Selbständigen wird das Ausfallrisiko von den Banken als höher bewertet, da das Einkommen von Monat zu Monat unterschiedlich sein kann. Dies trifft besonders auf kleine Handwerksbetriebe zu. Die Konditionen bei Krediten für Selbständige sind zumeist ungünstiger als bei Krediten für Angestellte.
Doch wer gilt als Selbständiger, wenn es um einen Kredit geht? Alle, die auf eigene Rechnung arbeiten, gelten als Selbständige. Sie arbeiten auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung. Dazu gehören Freiberufler sowie diejenigen, die allein ein Unternehmen leiten oder gleichberechtigt mit weiteren Eigentümern verwalten.
Was wird gefordert, wenn Selbständige eine Kreditanfrage stellen? Einkommensnachweise, wie sie bei Angestellten gefordert werden, sind in dieser Form nicht möglich bei Selbständigen, da sie in keinem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen. Daher werden andere Unterlagen gefordert, die Auskunft geben über die wirtschaftliche Bonität. Sie sind sehr komplexer Natur. Einkommenssteuerbescheide werden verlangt, ebenso betriebswirtschaftliche Auswertungen. Eine Gewinn- und Verlustrechnung wird gefordert; eine Einnahmen- und Überschussrechnung kann verlangt werden. Die Kontoauszüge der letzten drei Monate sind einzureichen, wenn Selbständige eine Kreditanfrage stellen. Oft lohnt es sich, einen Steuerberater hinzuzuziehen, der hilft, die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen. Er berät über die Konditionen, die im konkreten Fall am günstigsten sind, z. B. Laufzeit, Zinshöhe.
Um einen Kredit für Selbständige zu bekommen, sollte man die selbstständige Tätigkeit länger als ein Jahr lang ausüben. Dies kann durch einen Einkommenssteuerbescheid nachgewiesen werden, aber auch durch die Gewerbeanmeldung. Nun kommt es auf die Schufa-Auskunft an. Die Bank holt sie ein. Nur mit einer positiven Schufa-Auskunft kann ein Kredit für Selbstständige bewilligt werden. Da von Selbstständigen mehr gefordert wird, dauert die Bearbeitung der Kreditanfrage zumeist länger als bei Angestellten.
Ist nun der Kredit für Selbstständige bewilligt, ist der erste Schritt getan. Doch nun kommt es auf die Konditionen der Bank an. Die Bearbeitungsgebühr, der Zinssatz und die Gesamtkosten für den Kredit sind dabei zu beachten. Es ist nicht immer leicht, die richtige Bank zu finden. Das Internet bietet dazu Vergleichsportale, in denen die Banken mit ihren Konditionen aufgeführt sind. Oft kann man ein Beispiel durchrechnen mit der Kreditsumme und der Laufzeit und so eine geeignete Bank finden.
